Bunte Vielfalt auf dem Acker!

Am 17. Juni 2015 haben wir im Botanischer Garten den Dokumentarfilm „Kartoffelliebe“gezeigt. Ein Film von Bertram Verhaag mit Peter Glandien (Tartuffli), Alexander Fuchs, Andreas Hatzl, Walter Kress, Hans Posch und Hans Haas (Restaurant Tantris).

Es gibt Dutzende verschiedene Kartoffelsorten: gelbe, blaue und rote, runde, längliche, ovale und krumm gebogene. Doch im Handel sind meist nur solche Sorten vertreten, die besonders ertragreich und widerstandsfähig sind. Viel zu wenig – finden immer mehr Menschen, die sich an den Kartoffelgeschmack ihrer Jugend erinnern oder die Kartoffel nicht als Sättigungsbeilage begreifen sondern als kulinarischen Höhepunkt in ihrer Küche. Der Film zeigt Menschen, die sich für die Vielfalt der Kartoffel einsetzen. Als Spinner und Exoten wurden sie schon oft beschimpft, aber sie lieben ihre Heimat, deshalb setzen sie sich für die regionalen Unterschiede im Landbau ein. Und sie lieben die Kartoffel, das bescheidene Gemüse, das in so vielen Formen unseren Speisezettel bereichert: Rosmarinkartoffeln, Kartoffelsuppe, Kartoffelravioli mit frischen Morcheln, Stampfkartoffeln oder einfach bunte Pellkartoffeln mit Butter.


Mit Hilfe einer Gen-Datenbank gelang es, die edle Kartoffelsorte „Augsburger Gold“ wieder neu zu züchten. Seit 2013 wird auf dem Biolandhof Niedermaier in  Friedberg-Ottmaring wieder Kartoffeln der Sorte „Augsburger Gold“ nach Bioland-Richtlinien in Schwaben angebaut. Aufgrund seiner mehligen bis festkochenden Eigenschaft eignet sich das Augsburger Gold besonders für Suppen und Püree. Es zeichnet sich durch seinen außergewöhnlich cremigen und intensiven Kartoffelgeschmack aus. Lange war das Augsburger Gold so gut wie ausgestorben. Nachdem 2013 eine Tonne geerntet wurde, liegt der Ertrag von Niedermaier 2014 schon bei dreieinhalb Tonnen.

Das „Augsburger Gold“ kann u.a. hier bestellt werden: http://www.kartoffelvielfalt.de/

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.