Geschlechterperspektive bei der Vermittlung von Computer- und Internetkompetenz

Eine Bestandsaufnahme von Forschungsergebnissen. Studie von Susanne Thoma.

Die Aus- und Weiterbildung im IT-Bereich muss die Vielfalt der Gruppen von Nutzerinnen und Nutzern in Ansprache, Didaktik, Inhalten und Formen berücksichtigen. In der Studie sind sowohl wissenschaftliche Befunde als auch Ergebnisse aus der Praxis der Frauenbildung zusammengestellt, die Auskunft darüber geben, wie solch eine geschlechtssensibles Gestaltung von Technologielernen aussehen kann. Die Autorin hat zusammengetragen, welche pädagogischen Prinzipien und Kriterien sich seit den Anfängen der Neuen Frauenbildung in Westdeutschland herausgebildet haben, welche Debatten in welcher Weise geführt wurden und wie sich Strategien bis heute weiterentwickelt haben.

Des weiteren sind Forschungsergebnisse zur Frage des Umgangs von Frauen mit Computer und Internet dargestellt. Neben den theoretischen Ansätzen der sozialwissenschaftlichen Theoriebildung werden die wichtigsten empirischen Befunde zum Komplex ‚Frauen und Computer/ Internet‘ erörtert. Dabei hat die Autorin identifiziert, was es mit dem so genannten ‚frauenspezifischen Zugang‘ zu Technik oder Informationstechnologien auf sich hat und welche Alternativen es zu diesem Erklärungsmodell gibt. Weiterhin sind Erkenntnisse über geschlechtsspezifische Aspekte des Lernens in der Studie ausgewertet.

Fazit: Um eine Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen, sind bei der Planung und Durchführung von Bildungsveranstaltungen Geschlechterdifferenzen hinsichtlich der Dimensionen Seminarinhalte, Verhalten der Teilnehmenden und der Seminarleitung, Methodische Gestaltung und Rahmenbedingungen zu beachten. Auch die Berücksichtigung einer Frauen einschließenden Sprache spielt eine große Rolle. Zahlreiche Beispiele und Hinweise hierfür sind in der Studie aufgeführt.

Erschienen im Wirkstoff-Verlag, Berlin (2004). Da die Studie vergriffen ist, stellen wir sie hier als PDF-Dokument (341 KB) zur Verfügung.

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