Stammtisch gegen Populismus

Als Teil unserer Veranstaltungsreihe »Rein in die Debatte« haben wir einen Stammtisch zur Auseinandersetzung mit dem Populismusbegriff initiiert. Unser Gast war Prof. Martin Haase, Sprachwissenschaftler aus Bamberg.

Das Erfolgsrezept von Populist*innen ist auf eine einfache Formel zu bringen: Einfache Antworten auf schwierige Fragen. Dabei ist aber umstritten, ob Populismus per se schlecht sein muss.

Populismus beruft sich auf den »Common sense«. Es wird angenommen, dass der gesunde Menschenverstand dem Reflexionswissen von Intellektuellen überlegen ist. Man glaubt an den unverfälschten Zugang zu Recht und Wahrheit. Dazu gehört die Moralisierung der Politik. Unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung gelten die Eliten als korrupt, doppelzüngig, eigennützig, abgehoben und arrogant.

Laut Duden ist Populismus eine von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen zu gewinnen. Linker Populismus strebt durch Partizipation und Ressourcenumverteilung die Inklusion unterprivilegierter Bevölkerungsschichten an. Rechter Populismus betreibt umgekehrt die Exklusion von Menschen und reserviert politische und soziale Teilhaberechte nur für die eigene Bevölkerung.

Veranstaltungsreihe im Rahmen des Programms »Demokratie leben!«

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