Zaide – eine Flucht

Nach sechs Wochen Proben hatte das Operprojekt „Zaide“ seine Premiere am 6. August 2015 in der Augsburger Brechtbühne. Es ist die Geschichte von Zaide, der europäischen Sklavin im Orient, die sich in ihren Leidensgenossen Gomatz verliebt und mit ihm vergebens die Flucht versucht. Regisseurin Julia Huebner und Dramaturgin Nora Schüssler haben Geschichten von syrischen, afghanischen und nigerianischen Flüchtlingen in das Stück eingewoben. Anstelle einer Ouvertüre singt Ahmad Shakib Pouya ein orientalisches Liebeslied an Zaide, das er eigens für die Oper geschrieben hat. Das Konzept geht auf. Hauptsächlich, weil den Flüchtlingen keine Rolle übergestülpt wird. Ideengeberin für dieses großartige Projekt ist die Mezzosopranistin Cornelia Lanz mit ihrem Verein Zufluchtkultur. Wir haben das Projekt durch Kontakte zu Flüchtlingen und durch Übernachtungsmöglichkeiten unterstützt.

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